Autorisierter
Fachhandelspartner
Oki Executive
Ricoh Authorised Dealer
Hewlett-Packard
KYOCERA
ZEBRA
dexwet
Solution Partner
PolyIT
 

Funktionsweise Laserdrucker

 Einleitung

Im Inneren eines Laserdruckers befindet sich eine Trommel mit photoelektrisch aktiver Beschichtung. Durch einen Metalldraht mit hoher Spannung (Lade-Corona) wird die Trommel negativ aufgeladen. Die Beschichtung hält bei Dunkelheit ihre Ladung.

Mittels eines Laserstrahls werden auf der Trommel die Bereiche belichtet, die später schwarz werden sollen. Bei der Belichtung mit dem Laser verlieren die angestrahlten Punkte ihre Ladung. Auf der Trommel ist nun quasi eine "elektrische" Kopie des gewünschten Druckbildes.

Der Toner ist ebenfalls negativ geladen und haftet nur an den Stellen der Trommel die entladen wurden, alle anderen Bereiche der Trommel stossen den Toner ab. Die Belichtung erfolgt durch einen Laserstrahl der über einen rotierenden Spiegel zeilenweise auf die Trommel umgelenkt wird. Durch schnelles Ein- und Ausschalten des Lasers lassen sich so pro Zeile eine gewisse Anzahl Punkte belichten.


Bild: schematische Darstellung der Laserdrucker-Funktionsweise

Aktuelle Laserdrucker arbeiten mit einer Auflösung von 600 Punkten x 600 Zeilen pro Zoll. Das Papier wird an der Trommel vorbeigeführt und der Toner bleibt auf dem Papier haften. Damit dies besser funktioniert wird das Papier positiv geladen, durch einen sogenannten Corona-Draht.

Der Corona-Draht ist die hauptsächliche Ursache für den Ozon-Ausstoss von Laserdruckern, durch die anliegende hohe Spannung und den technisch bedingten Luftspalt zwischen Draht und Papier wird die Luft teilweise ionisiert und der Luftsauerstoff in Ozon umgewandelt. Moderne Laserdrucker verwenden statt einem Draht eine Ladewalze, die direkten Kontakt mit dem Papier hat und den Ozon-Ausstoss damit erheblich reduziert.

Die Trommel läuft anschliessend an einer Reinigungsrolle vorbei, an der der Resttoner abgestreift wird, der nicht am Papier haften geblieben ist. Der Toner liegt allerdings nur auf dem Papier und lässt sich jetzt noch ganz leicht abstreifen.

Damit der Toner auch dauerhaft auf dem Papier bleibt wird er durch Fixierwalzen in das Papier "eingebrannt". Diese Fixierung ist übrigens auch die Ursache dafür, dass eine nicht lasergeeignete Overheadfolie zwar in den Drucker hineinpasst, aber meistens nicht mehr herauskommt. Die geschmolzene Folie findet sich meistens auf den Fixierrollen wieder und führt zu nicht unerheblichen Reparaturkosten.

Laserdrucker sind sogenannte Seitendrucker. Im Unterschied zu Zeilendruckern wird hier zuerst die gesamte Seite im internen Speicher des Druckers aufbereitet und dann als ganzes auf das Papier übertragen.

Das ist auch der Grund, warum Laserdrucker viel Speicher benötigen. Beispielsweise benötigt jeder Punkt eines Schwarz-weiss-Druckers ein Bit, bei 300dpi auf A4 sind das ungefähr 1MB alleine für den Seitenaufbau, bei 600dpi bereits 4MB.

Höhere Auflösungen als 600dpi sind meistens nicht sinnvoll und erhöhen nur die Druckdauer. Zudem gibt es zwar Drucker die mit 1200dpi oder sogar 2400dpi angeboten werden, bei denen es sich aber meistens nur um Marketing-Angaben handelt, messtechnisch haben die Drucker meistens keine höhere Auflösung als ein 600dpi-Laser. Viele Laserdrucker können aber mittlerweile die Grösse eines belichteten Punktes variieren und damit Treppenstufen bei schrägen Linien glätten.


Bild: Lasereinheit eines Lexmark Optra S

Beispiel: Lexmark Optra S Laserdrucker

Der durch eine Laserdiode erzeugt Laserstraht wird über einen rotierenden Umlenkspiegel und eine Linse auf einen weiteren, festen Spiegel gelenkt. Von dort wird der Laser auf die Belichtungstrommel umgelenkt.

Die meisten Hersteller bauen die Verbrauchsmaterialien in eine grosse Kartusche ein, so wird bei jedem Tonerwechsel auch die Entwicklereinheit ausgewechselt. Der Vorteil liegt in einer einfacheren Handhabung, dafür ist die Umweltbelastung höher.

Einige Drucker (vor allem Farblaser) setzen aber auch getrennte Verbrauchsmaterialen ein. Dabei werden Toner, Entwicklereinheit und Resttoner-Behälter getrennt und nach Bedarf gewechselt.


 Bild: Aufbau einer Tonerkassette (Lexmark Optra-Serie)

Vor- und Nachteile des Laserdruckes

Vorteile
+ Hohe Druckqualität, vor allem bei Schrift und Grafik
+ Hohe Seitenleistung (Seiten pro Minute)
+ Geringe laufende Druckkosten
+ Geringe Umweltbelastung
+ Hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer
+ Ausdrucke wasser- und wischfest

Nachteile
- Hohe Anschaffungskosten
- Farblaser sind noch sehr teuer
- Keine Fotoqualität beim Ausdruck möglich

(Quellenhinweis: www.drucker-onkel.de/ Bearbeitet durch Polyton GmbH)

Polyton GmbH ▪ Altmannsteinstrasse 32 ▪ CH-8181 Höri ▪ Telefon +41 44 886 28 05 ▪ Telefax +41 44 886 28 06 ▪ info@polyton.ch